Das sind wir!

Seit den 1820er Jahren stellt die Seifenfabrik in Hamburg flüssige und feste Seifen her.

Schon zur Zeit von John Sharp Douglas brachten Tradition und innovative Ideen den Erfolg der Firma. 1830 kamen die ersten pflanzlichen Öle und Fette als erstes in ganz Deutschland nach Hamburg in Die Seifenfabrik.

Damit wurde statt wie bisher aus tierischen Fetten oder Tran, eine pflanzliche flüssige Seife gekocht, die GRÜNE SEIFE. Sie war grün, weil Hanf- und Rapsöl mit Kalilauge verseift wurden und eine grüne Seife ergaben.

Dafür erhielt Die Seifenfabrik 1832 die goldene Medaille der patriotischen Gesellschaft Hamburg.

 

Heute wird die Grüne Seife oft so bezeichnet, weil sie als umweltfreundlich gilt. Hanf- oder Rüb-/Rapsöl sind für die Herstellung

jedoch  meist zu teuer.

 

 

Die Stückseifen verloren ihren unangenehmen Geruch und wurden durch die pflanzlichen  Rohstoffe  zu Feinseifen. 

 

Damit war es möglich, den Seifen wohlriechende Parfüms und Duftstoffe beizumischen.

 

Nach dem Tod des Firmengründers im Jahr 1847 führten zukunftsweisende Ideen zu vielen Auszeichnungen wie z.B. 1851 auf der 1. Weltausstellung in England. Bis 1879 führten die Söhne von John Sharp Douglas, Alexander und Thomas, die Firma, ehe Familie Gehrken/Kolbe sie als Dampfseifen- und Parfümeriefabrik übernahm. 

Im Jahr 1977 kaufte Herbert Döpke das Unternehmen und stellte bis 1980 Seifenprodukte in Eimsbüttel her. Als das Viertel zum Sanierungsgebiet der Stadt Hamburg für den Wohnungsbau wurde, siedelte die Produktion 1983 nach Allermöhe/Billwerder um, wo ein neues Gewerbegebiet entstehen sollte. 

 

Hier werden bis heute nach alter Tradition Seifenprodukte hergestellt, inzwischen von dem Sohn Thomas Döpke; eine seiner Töchter arbeitet als dritte Generation ebenfalls im Betrieb.

Die Seifen werden immer noch zum großen Teil in Handarbeit hergestellt. Dadurch ist es möglich auch kleinere Mengen zu produzieren.

 

 

In den vergangenen Jahrzehnten wurden überwiegend Seifenprodukte im Kundenauftrag, die eigenen Marken

Delila® sowie Neptun® nur vereinzelt hergestellt.

Mit dem Firmenjubiläum sind jedoch die Eigenmarken wieder in den Fokus gerückt. Die traditionellen Rezepturen auf Pflanzenbasis haben an Bedeutung gewonnen, weil das Bewusstsein der Gesellschaft für Naturprodukte sich gewandelt hat.

Deshalb wurden die alten Seifenrezepte überarbeitet und Naturöle und -fette aus überwiegend regionaler Produktion zur Grundlage. Auch die Farben sowie Duftstoffe sind pflanzlich und meist aus zertifiziert kontrolliert biologischem Anbau.

 

Dazu sollte eine Verpackung gefunden werden, die nicht aus recyceltem Plastik, was wieder Plastik ist oder Papier, wofür Bäume gefällt werden müssen, besteht. So wurde eine Palmblattschale entwickelt, die Verpackung und Seifenablage zugleich ist. Sie kann kompostiert werden und zerfällt selbst in der hauseigenen Komposttonne zu Humus.

Für das Projekt erhielt Die Seifenfabrik beim Responsible Care-Wettbewerb 2021 des VCI den 3. Platz. Das ist eine großartige Anerkennung und Ansporn, eine pflanzliche Verpackung auch für flüssige Seifenprodukte zu finden.